Modulare Führungskräfte-Entwicklung

Gespräche zu vermeintlichem oder tatsächlichem Suchtverhalten sind für viele Führungskräfte ein besonders unangenehmes Thema, gerade in technischen und operativen Bereichen (gewerbliche Fachführungskräfte, Meister, Schichtführer, Gruppen- / Teamleiter). Doch das muss nicht sein!

Führung Spezial:

Umgang mit Sucht

Der Missbrauch (gefährlicher und dysfunktionaler Gebrauch, siehe wikipedia) und damit die Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Drogen und zunehmend Arzneimittel, stellen ein gesamtgesellschaftliches Problem dar. Die betrieblichen Folgen sind Fehlzeiten und Ausfälle von Beschäftigten, einhergehend mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko und insgesamt verbunden mit hohen wirtschaftlichen Kosten.

Alkohol, Medikamente und Co.

Der Klassiker ist der Alkoholmissbrauch vor allem bei Männern. Frauen tendieren eher zum übermäßen Gebrauch von Medikamenten. In den Bereichen von Produktion und Logistik finden wir insbesondere bei den Schichtarbeitern und -arbeiterinnen die Nutzung von Aufputschmitteln vor der Schicht und anschließend von Beruhigungs- und Schlafmitteln zum "Herunterkommen". Dies geht lange gut, wird mit guten Leistungen gutiert und irgendwann, ggf. durch andere Umstände, muss die Dasis erhöht werden und das Ganze entgleitet. Smartphone und Computerspiele, sich entziehen und in Arbeit stürzen, die Flucht in Süchte und Suchtmittel ist vielfältig und alltäglich. Aus einer kurzfristigen Flucht wird jedoch schnell eine krankmachende Gewohnheit, von der man später nicht mehr lassen kann.

Anzeichen möglicher Sucht erkennen

Um Suchtverhalten, suchtmittelgefährdete und suchtmittelabhängige Beschäftigte frühzeitig zu erkennen, bedarf es besonderer Aufmerksamkeit und Interesse am Mitarbeiter, zusammen mit einer Sicherheit und Klarheit im Erkennen der körperlichen und verhaltensbedingten Anzeichen. Diese sind z.B.:

Prävention - Suchtgefahren ansprechen

Das Beobachten und das Ansprechen eventuell Betroffener ist daher Führungsaufgabe, schon bei ersten Anzeichen und Vermutungen. Kollegen und Führungskräfte neigen dazu, den Betroffenen nicht noch mehr Schwierigkeiten zu machen oder weichen emotionalen Gesprächen aus. Das daraus resultierende Verhalten wird Co-Verhalten genannt. Die Führungskraft selbst stellt keine Diagnosen, sondern holt im Verdachtsfall die entsprechenden Ansprechpartner ins Boot (Betriebsarzt, AMZ, BR, Personalabt., ...).

"Je früher die Betroffenen zu uns kommen, desto eher gelingt eine nachhaltige Gesundung und desto kleiner die Rückfallquote. Ist die Sucht einmal etabliert, gibt es keine Heilung mehr, sondern nur noch die konsequente und lebenslange Meidung der Substanzen". (Dr. Bodo Unkelbach, Chefarzt Suchtklinik Marienheide)

Führung braucht Klarheit und Gesprächskompetenz

In diesem Führungskräftetraining / -workshop erfahren und üben Sie, wie Sie die Gespräche zum Thema Süchte, Suchtmittelgebrauch / -missbrauch klar und professionell führen, dabei Ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und diese schwierigen Situationen entspannt meistern.

Wirksame Sucht-Gespräche auf Augenhöhe

Mit etwas Vorbereitung, eigener Klarheit und einfachen Regeln erhalten Sie Sicherheit im Umgang mit dem Thema Sucht: Wahrnehmen - Erkennen - Ansprechen - Vereinbarungen treffen bzw. entsprechend abgesprochene Schritte einleiten. Dies trainieren wir in Praxisübungen, gerne bringen Sie Ihre eigenen Situationen / Szenarien mit ein.

Themenschwerpunkte für ein gesundheitsförderliches Führungsverhalten und lösungsorientierte Interventionen zum Thema Sucht am Arbeitsplatz sind:

Betriebliche Vorgehensweise kennen und umsetzen

Die Teilnehmer lernen die strukturierte betriebliche Suchtprävention kennen: Fürsorge-, Klärungsgespräche sowie sich ggf. anschließender Stufenplan (nach: DHS - Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen).

Ziel: Sicherheit in der Führungsaufgabe "Sucht", Suchtverhalten und -gefahren erkennen und ansprechen, das Wissen über die professionellen Hilfestellungen und die Klarheit geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Vorbereitung: Inhouse, aber auch für offene Trainings fragen wir die betriebl. Vorgehensweise ab. Bei Bedarf erarbeiten wir gemeinsam ein zielführendes Procedere (z.B. Betriebsvereinbarung Sucht). Fürsorgegespräche und Klärungsgespräche durchführen (Praxisübungen in Kleingruppen, ggf. mit Videofeedback)

Trainer: Barbara Grau und Ralf Drittner
Beratung und Begleitung (Inhouse, bei Bedarf): Dr. med. Bodo Unkelbach, Chefarzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Methoden: Wir erproben Praxissituationen, neue Reaktionsweisen und gewinnen Handlungssicherheit und Haltung. Authentisch, kurzweilig, begeisternd und praxisgerecht lernen, erleben und probieren die Teilnehmer Neues aus.

In unseren Trainings gehen wir speziell auf die Frage- und Problemstellungen unserer Teilnehmer ein und erarbeiten individuelle Lösungen. Durch unsere Arbeit im Trainer-Duo ergeben sich immer Gelegenheiten von Coaching-Sequenzen zur Unterstützung. Offene Trainings bereichern zudem durch den firmenübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen den Führungskräften.

Ihr Nutzen sind Führungskräfte mit klarem Rollenverständnis, motivierte Mitarbeiter, die zielgerichtet arbeiten und dabei in Beziehung gehen (-> Zusammenarbeit).

Aktuelle Termine und Kosten



Für Anfragen und Buchungen senden Sie uns gerne eine formlose Anfrage. Eine Buchungsmaske folgt in Kürze. Gerne richten wir diesen Führungs-Workshop auch Inhouse bei Ihnen vor Ort aus.




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Inhouse-Trainings / Workshops

Gerne arbeiten wir auch Inhouse bei Ihnen vor Ort:

Individuell zugeschnitten sind diese Praxis-Seminare / -Workshops gleichzeitig teamstärkend und dienen dem gemeinsamen Austausch / Führungsverständnis.




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Drittner-Training & Development; Ralf Drittner, Barbara Grau und Team